Nachhaltigkeit

Fenster und Türen sind die Schlüsselelemente eines jeden Bauwerks. Ihre korrekte Auswahl sorgt für ästhetisch ansprechende Gebäude, trägt aber auch zu einem gesünderen Wohnraum und einer reduzierten Umweltbelastung bei. Im Zuge der Festlegung von Fenstern und Türen sollten daher die folgenden Kriterien berücksichtigt werden: Raumkomfort, Energieeffizienz, Lebensdauer und nicht zuletzt die Recyclingfähigkeit.

Raumkomfort

Die Fenstertechnik hat in den vergangenen zwanzig Jahren einen wahren Umschwung erfahren. Neben Doppel- oder Dreifachverglasungen mit Gasfüllung ist es heute dank Low E-Glasbeschichtungen und thermisch verbesserten Randflächen möglich, neben einer Optimierung der Sonneneinstrahlung und des Raumkomforts auch die Kondensbildung zu reduzieren und undichte Stellen zu vermeiden. Fenster und Türen können den Raumkomfort in einem Gebäude auf drei Arten optimieren: durch die Menge an natürlichem Licht, die Lüftungseffizienz und die Minimierung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC).

Natürliches Licht

trägt nicht nur zur Gesundheit der Bewohner eines Gebäudes bei, sondern sorgt auch dafür, dass vor allem am Tag keine elektrische Beleuchtung nötig ist. Das natürliche Licht sollte mindestens 75 % eines Innenraums ausleuchten. Um den Anteil an natürlichem Licht zu erhöhen, können mehr Fenster und/oder Glastüren dem Haus hinzugefügt werden oder vorhandene Fenster können mit größeren ersetzt werden, wenn der Raum es erlaubt.

Eine angemessene Belüftung

ist für die Raumluftqualität essenziell. Hausbesitzer sollten zur Gewährleistung einer korrekten Frischluftzufuhr die Anzahl, Größe sowie die Art und Anordnung von Fenstern und Türen berücksichtigen, basierend auf der Ausrichtung des Gebäudes und der Exposition gegenüber der Hauptwindrichtung.

Die Raumluftqualität

wird ebenfalls von der Menge an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) beeinflusst, die durch eine mangelhafte Lackierung sowie von Kleb- und Dichtstoffe freigesetzt werden.

Energieeffizienz

Die meiste Energie wird in einem Gebäude über die Fenster zu- und abgeführt, die somit für einen Wärmeverlust von bis zu 30 % verantwortlich sein können. Mit einer intelligenten Planung, technologischen Innovationen und der Wahl von energieeffizienten Bauteilen kann der Energieverbrauch eines Gebäudes merklich reduziert werden. Schlanke Stahlrahmen optimieren beispielsweise den Glas-Rahmen-Anteil. Da die thermische Leistung von Fenstern vielmehr von der Wahl des Isolierglases als vom Material des Rahmens abhängt, können auch Fenster mit massiven Stahlrahmen die Einhaltung der energietechnischen Anforderungen laut Bauverordnung gewährleisten. Für die Optimierung der Energieleistung von Fenstern muss aber zuallererst die Passivbauweise erwogen werden. Natürliches Licht und der Wärmefluss durch ein Fenster kann bis zu einem gewissen Grad über die angemessene Größe und die Ausrichtung zur Sonne gesteuert werden. Größere Fenster verlieren oder gewinnen mehr Wärme als kleinere, Südfenster lassen mehr Wärme und Licht durch als jene, die nach Norden gerichtet sind.

Lebensdauer

Zu den wichtigsten Faktoren eines nachhaltigen Bauprodukts zählt, wie lange es hält, bevor es ersetzt werden muss. Wenn ein Produkt alle 15 Jahre ersetzt werden muss, sind seine Umweltauswirkungen – und die Kosten für den Hausbesitzer – weit größer als ein Produkt, das nur alle 30 oder sogar 60 Jahre ersetzt werden muss. Viele innovative Projekte des Neuen Bauens, denkmalgeschützte Gebäude, die von Förderern der Arts-&-Crafts-Bewegung in Auftrag gegeben wurden, Kulturdenkmäler der Edwardianischen Zeit und Beispiele für Art Déco aus den 1930er-Jahren besitzen Stahlfenster, die immer noch in gutem Zustand sind. Dies zeigt die Langlebigkeit von Stahl, wenn es richtig gewartet und instand gehalten wird.

Recyclingfähigkeit

Der Grundwerkstoff für Knüppel, Draht und Bänder aus Stahl, mit denen Fensterprofile gefertigt werden, stammt nahezu zu 100 % aus eingeschmolzenem recyceltem Stahlschrott. Am Ende ihres Lebenszyklus lassen sich die Stahlfenster systematisch ausbauen, sodass die Rahmen, Beschläge und das Glas dem Recycling zugeführt werden können, was die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen und die Umweltbelastung durch eine „End-of-Life“-Entsorgung vermeidet. Die umweltfreundlichen Aspekte von Stahlfenstern werden auch in der „Green Guide“ vom Building Research Establishment festgehalten.